Geschichte des Margarethenhofs

Die Familie Kliem ist urkundlich seit 1692 in Kloppenheim, 15 km nördlich von Frankfurt am Main, ansässig. Wir betreiben dort in der zehnten Generation Landwirtschaft. Der Ort liegt in der südlichen Wetterau, die für ihre fruchtbaren Lößböden und ihr mildes Klima bekannt ist.

Familie Kliem

Viehhaltung

Bis Anfang der Sechziger Jahre prägte eine gemischte Viehwirtschaft das Bild auf dem Margarethenhof. 25 Kühe, 6-7 Rinder, 50-60 Schweine, 5 Zuchtsauen und 100-120 freilaufende Hühner sorgten neben dem auf 56 ha erzeugten Getreide, den Kartoffeln und Zuckerrüben für den Unterhalt einer 8 Köpfigen Familie nebst weiteren 3 Arbeitskräften.

Aufgrund veralteter Technik und den damit verbundenen hohen Kosten für Fremdarbeitskräfte spezialisierte Karl-August Kliem ab 1963 die Viehhaltung auf Legehennen, anfänglich in Bodenhaltung, später in Legebatterien und mittlerweile in modernen Volierenhaltungsställen. Die übrigen Viehbestände wurden nach und nach abgebaut.

Der erste Volierenhaltungs-Stall mit insgesamt 12.000 Legehennen wurde 2004 errichtet. Mittlerweile wurden der alte Käfigstall zu einer Voliere mit knapp 10.000 Tierplätzen umgebaut, sowie zwei neue Ställe im Außenbereich mit je 20.000 Tierplätzen errichtet. 

Familie Kliem mit Hilfskräften - Anno 1911. Am Fenster: Bürgermeister Andreas Kliem. Von Rechts: K.W.Kliem mit Sohn Alois. Margarethe Kliem, Tochter Juliane, älteste Tochter Elisabeth, ältester Sohn Karl-Franz. Feldmädchen: Maria Falkenhahn, Anna Höll, Veronika Reuter und Maria Ruppel.

Hofladen

Eine günstige Verkehrslage durch die am Hoftor vorbeiführende Bundesstraße 3 führte schon in den Fünfziger Jahren manchen Kunden auf den Hof, um ein paar Eier und etwas Milch mitzunehmen. Der Verkauf verlagerte sich von der Küche des Wohnhauses über einen Vorraum hin zum einem 30 m² messenden Verkaufsraum. Seit 1994 ist der wesentlich erweiterte Hofladen im ehemaligen Kuhstall untergebracht.

Die Angebotspalette erweiterte sich stetig von Eiern und Milch über frisch geschlachtete Hühner bis zu Kartoffeln aus eigener Ernte. Seit dem Umzug in den neuen Hofladen bieten wir die komplette Palette an Frischeprodukten auf ca. 150 m² an.

Da es in Kloppenheim weder eine Bäckerei noch eine Metzgerei gibt erfüllt der Hofladen als Treffpunkt auch eine soziale Funktion, nicht zuletzt für die älteren Dorfbewohner. Mittlerweile ist er der einzige Nahversorger des Stadtteils. Ein großer Teil der Kunden kommt aus einem Umkreis von ca. 30 km mit dem Auto angefahren.

Zur Geschichte des Hofladens haben wir auch eine eigene Seite mit weiteren Fotos eingerichtet.