Geschichte des Hofladens

In den 1950er Jahren gab es in Deutschland praktisch keine Direktvermarktung in der Landwirtschaft. Lebensmittel wurden so gut wie ausschließlich für den anonymen Markt produziert.

Hofeinfahrt mit erstem Werbeschild für den Verkauf ab Hof

Als Karl-August Kliem damals das erste Werbeschild für Eier, Kartoffeln und Geflügel am Hoftor montierte kostete dies seinen Vater Karl-Franz einige Überwindung. Den Endverbraucher selbst zu bedienen lag damals nicht im Selbstverständnis eines Bauern.

Seit sechzig Jahren im Angebot

Der direkt an der Bundesstraße 3 zwischen Frankfurt am Main und Friedberg gelegene Hof erwies sich als besonders verkehrsgünstig gelegen und so hielten immer mehr Kunden an um sich ein paar Eier und einen Sack Kartoffeln mitzunehmen. Als Verkaufsraum diente die Küche des Wohnhauses.

Der Eingang zur Küche, aus der die ersten Jahre die wenigen Produkte heraus verkauft wurden. Links im Bild der Schuppen, der später zum Verkaufsladen ausgebaut wurde.

Karl-August Kliem mit Eierkörben und unsere damalige Mieterin Antonia Lopez

Der erste Hofladen

Der Verkauf verlagerte sich von der Küche über einen Vorraum hin zu einem 30 m² messenden Verkaufsraum. Ein ehemaliger Schuppen wurde ca. 1975 für diesen Zweck zum ersten Hofladen umgebaut. Die Angebotspalette erweiterte sich stetig von Eiern und Milch über frisch geschlachtete Hühner bis zu Kartoffeln aus eigener Ernte.

Ilse Kliem im damaligen Vorbereitungsraum...

... und Hofladen (Foto ca. 1985)

Sohn Karl-Wilhelm Kliem bringt Mitte der 1980er Jahre Nachschub an Dosenwurst

Der Tisch mit den Angebotseiern wird noch heute verwendet

Der Hofladen von 1975 bis 1994

Der neue Hofladen

Seit 1994 ist der wesentlich erweiterte Hofladen im ehemaligen Kuhstall untergebracht. Seither bieten wir die komplette Palette an Frischeprodukten auf ca. 150 m² Einkaufsfläche an.

Der alte Kuhstall wurde zwischenzeitlich zum Hühnerstall umgebaut...

...und beherbergt seit 1994 den neuen Hofladen

Der Eingang zum neuen Hofladen am frühen Morgen

Die Inneneinrichtung wurde vom zweiten Sohn geplant und gebaut. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf eine authentische Gestaltung gelegt. So werden die verwendeten Lampenschirme und die Rohrverbinder für die Korbablagen normalerweise in Schweineställen verwendet.

Der Hofladen an einem Samstag im August 2010

Da es in Kloppenheim weder eine Bäckerei noch eine Metzgerei gibt erfüllt der Hofladen als Treffpunkt auch eine soziale Funktion, nicht zuletzt für die älteren Dorfbewohner. Mittlerweile ist er der einzige Nahversorger des Stadtteils. Ein großer Teil der Kunden kommt aus einem Umkreis von ca. 30 km mit dem Auto angefahren.

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