Einträge zum Thema Huhn & Ei


02.08.2017 Kategorie: Huhn & Ei

Fipronil in Eiern

 

Aufgrund aktueller Berichterstattung bestätigen wir hiermit, dass in unseren Ställen zu keinem Zeitpunkt Fipronil enthaltende Desinfektionsmittel zum Einsatz kamen.

Unsere Ställe werden von der Fa. Dettmann gereinigt und desinfiziert. Diese hat zu keinem Zeitpunkt das Desinfektionsmittel Dega16, bei dem Fipronil gefunden wurde, eingesetzt.

12.04.2017 Kategorie: Huhn & Ei

Vom Stall direkt zum Kunden - FR 12.04.2017

 

Zu Ostern 2017 erschien folgender Artikel von Jutta Rippegather in der Frankfurter Rundschau.

 

Vom Stall direkt zum Kunden

Im Margarethenhof in Karben legen 60.000 Hennen Eier. Eine logistische Herausforderung aber nur zwei Prozent dessen, was die Rhein-Main-Region verzehrt.

Margarethenhof
Die weiße Lohmann-Henne ist eine ruhige Vertreterin ihrer Art. Auf dem Margarethenhof wird ihr der Schnabel nicht gekürzt. Foto: Rolf Oeser

Hinter dem roten Vorhang hat es die Henne besonders angenehm. Dort ist es abgedunkelt, auf dem Boden liegt eine weiche Gummimatte – „das ist so ähnlich wie im Nest“, sagt Bauer Karl Wilhelm Kliem. Von dort aus rollt das Ei über ein Förderband direkt in den Vorraum, wo zwei Männer es in Plastikhöcker legen, die keine Stunde später maschinell nach Größen sortiert werden. Ein Mitarbeiter packt die Eier ein, sodass sie noch am selben Tag den Kunden erreichen, das Geschäft oder den Hofladen.

Margarethenhof
Karl Wilhelm Kliem zeigt gerne seinen Hühnerstall. Foto: Rolf Oeser

Frisch und direkt vom Erzeuger – das sind die Vorteile, mit denen der Margarethenhof wirbt. Statt dem Kauf aus anonymer Produktion kann der Kunde hier einen Blick in den Stall werfen und Kliem Löcher in den Bauch zu fragen. Der gibt gerne Auskunft: „Das Futter bauen wir selbst an“, sagt er. Und: „Unsere Tiere sind so gesund, dass sie keine Medikamente benötigen.“

60.000 Legehennen zählt sein Betrieb in Karben-Kloppenheim im Wetteraukreis. 50.000 Eier fallen dort an. Täglich. Eine Henne kennt keinen Sonntag, keinen Feiertag. Das hört sich nach Riesenmengen an, der logistische Aufwand ist beeindruckend. Doch den Bedarf der Region kann Kliems Margarethenhof bei Weitem nicht stillen: „Wir decken gerade einmal zwei Prozent der Nachfrage im Rhein-Main-Gebiet ab“, sagt der 49-Jährige, der in zehnter Generation den landwirtschaftlichen Betrieb vor den Toren Frankfurts leitet. Eine weitere Expansion wäre durchaus eine Option. Doch angesichts des Siedlungsdrucks im Ballungsraum und der strengen Auflagen räumt er dem Bau eines fünften Stalls wenig Chancen ein.

Kliem steht zur Massentierhaltung. Seine Devise: „Es kommt nicht darauf an, wie viele Hennen gehalten werden, sondern ob sich das einzelne Exemplar wohlfühlt.“ Das sei auf dem Margarethenhof der Fall: Das Federkleid sieht proper aus, die Schnäbel sind nicht gekürzt und doch kommt es nicht zu Kannibalismus. Das, sagt der Landwirt, habe mehrere Gründe: Im Stall hängt ein Netz mit Salzpicksteinen, um die Vögel mit Mineralien zu versorgen und zu beschäftigen. Das Stalllicht ist leicht gedimmt. Und den Lohmann-Hennen ist die Aggressivität abgezüchtet worden. Manche sind so faul, dass man sie abends auf die Sitzstange hochscheuchen muss. Eine ruhige Rasse also, die es in weiß und braun gibt, deren Vertreter in Kloppenheim im Schnitt täglich 125 Gramm Futter zu sich nehmen und ein 63 Gramm schweres Ei legen. Ein Wunder der Natur, sagt Kliem. „Was für eine Riesenleistung.“

Margarethenhof
Saugnäpfe in der Anlage, wo die Eier nach Größe sortiert werden. Foto: Rolf Oeser

Als die Bundesregierung 2009 die Käfighaltung verbot, gaben viele Kollegen in der Nachbarschaft die Eierproduktion auf. „Man muss doch die Region beliefern“, dachte sich hingegen Landwirt Kliem und wählte den umgekehrten Weg. Nach einer Informationsreise in Nachbarländern entschied er sich gegen Freilandhaltung. Seine Tiere haben die Möglichkeit sich auf dem Boden aufzuhalten, auf Regalen oder auf Stangen. Das Huhn sei ein Fluchttier und fühle sich unter einem Dach wohler, sagt er. „Da hat es weniger Stress.“ Auch sei die Krankheitsgefahr geringer: „Draußen hat sich eine Henne schnell Salmonellen gefangen, etwa von Taubenkot.“

Der positive Nebeneffekt der Bodenhaltung: Als im November die Vogelgrippe die Branche aufschreckte, konnte Kliem relativ gelassen bleiben. Einzig für die 250 freilaufenden Gänse musste er die Maschinenhalle als Ersatzquartier ausräumen. „Nach kurzer Zeit haben sie sich daran gewöhnt.“ Trotzdem ist er angespannt. Sollte im Umkreis von drei Kilometern die Vogelgrippe nachgewiesen werden, müsse er den Eierverkauf stoppen. „Man hält schon den Atem an.“

Margarethenhof
Durchleuchtet: Tochter Sophie sortiert Exemplare mit Macke aus. Foto: Rolf Oeser

Das wäre ein Desaster für seine Familie, die knapp 60 Mitarbeiter und die Kunden, die in den Hofladen strömen. Die 30er-Kartons mit bunten Junghenneneiern finden reißenden Absatz. Diese kleinen Eier haben eine härtere Schale, weil eine Junghenne mehr Kalzium im Blut hat. Ein Bekannter Kliems holt die Eier ab und färbt sie, was im Übrigen die Haltbarkeit steigert. Auch bei den vom Margarethenhof belieferten 53 Rewe-Märkten leeren sich die Regale derzeit schneller als außerhalb der Osterzeit. Im Umkreis von 35 Kilometern sind die mit dem Landmarkt-Label kennzeichneten Eier in dem gelben Karton aus Kloppenheim erhältlich.

Jetzt, zur Hochsaison, packen alle mit an: Der Senior sowieso, auch die elfjährige Sophie hilft im Sortierraum ein wenig mit. Ob sie oder ihr kleiner Bruder Karl Vincent den Betrieb einmal weiterführen werden? Ihr Vater, bei dem ständig das Handy klingelt, sagt, er werde keinen Druck ausüben: „Das müssen sie selbst entscheiden.“

TV Beitrag ZDF Drehscheibe

Am 24.04.2014 hat das ZDF einen Beitrag über den Margarethenhof gesendet. Peter Theisen wurde in der Reihe Expedition Deutschland der Sendung Drehscheibe zufällig zu unserem Hof geführt.

TV Beitrag HR Hessenschau

Karl-Wilhelm Kliem beantwortet in der Hessenschau Fragen zum Thema Osterei.

TV Beitrag HR service:trends

Der Hessische Rundfunk hat sich für die Sendung service:trends vom 16.04.2014 vor Ostern fachkundigen Rat vom Margarethenhof eingeholt.

31.03.2011 Kategorie: Huhn & Ei

Osterhase´s Helfer

Hier sehen Sie unsere zwei jüngsten Mitarbeiter, die dem Osterhasen helfen, aus unseren Margarethenhof-Eiern, schöne, bunte Ostereier zu machen.

Margarethenhof

08.01.2011 Kategorie: Huhn & Ei

Artikel in der Frankfurter Neuen Presse zum Thema Dioxin

Frankfurter Neue Presse, 08.01.2011

Margarethenhof

Warum das Wetterauer Ei sicher ist

Margarethenhof von Bauer Kliem in Karben produziert Futter selbst – wegen Dioxin-Skandal Sorge vor Umsatzrückgang

Karben. Für Unruhe sorgt der Dioxin-Skandal bei den Verbrauchern in der Wetterau. Dabei können sie auf sichere Eier vertrauen – von örtlichen Landwirten. Der größte, Bauer Kliem in Kloppenheim, setzt dafür seit Jahren auf selbst erzeugtes Futter.

Von Dennis Pfeiffer-Goldmann

Zehn Eier Größe L haben Dieter Wichert und seine Frau in ihrer Einkaufstasche stecken, als sie den Hofladen des Margarethenhofs verlassen. Ein Einkauf mit gutem Gewissen? »Auf jeden Fall. Dafür fahren wir extra aus Frankfurt-Bornheim hierher.« Denn bei Bauer Kliem bekommen sie Eier, die nicht mit Dioxin oder anderem verseucht sein können. Dafür braucht er keine Bio-Produktion, sondern er arbeitet konventionell – aber eben sauber und korrekt.

40 000 bis 50 000 Eier legen die 62 000 Hennen von Bauer Kliem jeden Tag – und decken damit doch nur zwei Prozent des täglichen Bedarfs im Rhein-Main-Gebiet. Trotz der Größe haben die Kliems bereits vor mehr als 15 Jahren umgesteuert: Seitdem erzeugen sie ihr eigenes Hühnerfutter aus Getreide. »Das ist Konsumware, wie sie auch in die Mühle geht«, berichtet Seniorchef Karl August Kliem.

Jede Lieferung kontrolliert

Hinzu mischt der Betrieb noch eine Mischung aus gentechnikfreiem Sojaschrot und Mineralstoffen. Lieferant ist Raiffeisen. Jede Lieferung werde kontrolliert, berichtet Kliem. Zum Beweis zieht er im Büro den Ordner mit den Laborergebnissen hervor. Zwar ist das Selbstmischen aufwendiger. »Aber uns ist seit Jahren einfach das Risiko zu groß.« Einen Skandal, wie ihn tausende bäuerliche Betriebe derzeit bundesweit erleben, kann sich die Kliem nicht leisten. »Ein solcher Fehler wäre doch tödlich für uns.« Also gehen die Kliems kein Risiko ein.

Das hat Folgen: Der Margarethenhof muss mehr Aufwand und Geld in die Futterproduktion stecken. Das macht sich – wenn auch minimal – in den Eierpreisen bemerkbar. Dafür können sich die Kunden darauf verlassen, nur »saubere« Eier zu kaufen.

Ärger über Panscher

Für die Verantwortlichen des Dioxin-Skandals in Norddeutschland hat Karl August Kliem kein Verständnis. »Ein Versehen kann ich mir nicht vorstellen, diese Leute gehören hinter Schloss und Riegel.« Wenngleich er die Situation nachvollziehen kann: Binnen eines Jahres hätten sich die Futtermittelpreise verdoppelt, die Verkaufspreise für die Eier aber seien gleich geblieben. So laste auf den Futtermittel-Produzenten starker Kostendruck. »Da wird dann natürlich nach allen Möglichkeiten gesucht, das Futter mit Billigkomponenten noch billiger zu machen«, sagt der Seniorchef.

Selbst wenn seine Eier vom Dioxin-Skandal nicht betroffen sein können, ja, wenn Legehennen in Hessen gar nicht betroffen sind, befürchtet Kliem dennoch Umsatzeinbußen. Deshalb hat Sohn Karl Wilhelm gerade gestern ein Info-Schreiben an alle größeren Kunden versendet, indem er erklärt, warum Kliems Eier ungefährlich sind.

Denn gut möglich sei, dass nun viele Konsumenten einfach weniger Eier äßen – was mit der ganzen Branche dann auch die Kloppenheimer betreffe. Weniger Umsatz brächte Kliem neue Sorgen: Er hat in den vergangenen zwei Jahren 2,5 Millionen Euro für neue Ställe investiert, weil die deutschen Behörden strengere Vorgaben machten: Volièren statt Ställe (die FNP berichtete). Da darüber viele kleine Betriebe hierzulande aufgaben, werden nun wesentlich mehr Eier aus Osteuropa nach Deutschland importiert.

Eine Hoffnung hat Landwirt Kliem noch: Viele Kunden kauften inzwischen sämtliche ihrer Eier bei ihm – während sie bislang noch für Kuchen und ähnliches billigere Eier vom Discounter zukauften.

So etwas kommt für Dieter Wichert und seine Frau nicht infrage. »Wir kaufen alle unsere Eier hier«, sagt der Bornheimer in der Tür des Hofladens. »Wir wollen sie mit einem guten Gefühl essen können.«

06.01.2011 Kategorie: Huhn & Ei

Artikel zu Dioxin-Skandal in Wetterauer Zeitung

Artikel "Für Landwirte lege ich die Hand ins Feuer" in der Wetterauer Zeitung vom 5.1.2011

Margarethenhof

Auszug:

Karl August Kliem ist froh, nicht von seinen Zulieferern abhängig zu sein. Auf dem vom Sohn Karl-Wilhelm geleiteten Margarethenhof in Kloppenheim leben 61000 Hühner, die täglich rund 50000 Eier legen — die größte Legehennen-Farm der Wetterau. Das Futter für die Hennen wird aus selbst produziertem Getreide hergestellt, selbst gemischt und verfüttert. "Wir können aufrechten Hauptes durch die Gegend laufen", sagt der Seniorchef.

Ihm tun seine Kollegen leid, die ihre Betriebe schliessen mussten, denn die Landwirte könnten nicht beeinflussen, was sie da verfüttern. "Die haben eben ihre Zulieferer." Außerdem stehe die Eier-Branche derzeit vor einem Problem: "Die Futter- und Getreidepreise sind doppelt so hoch wie im letzten Jahr." Der Preis der Eier habe sich hingegen nicht verändert. "Überall wird gefeilscht." Der dioxinbelastete Stoff in der Tiernahrung — technische Fette aus der Biodiesel-Produktion wurden leichtfertig für die Herstellung des Viehfutters verwendet — sei ein "Billigmacher". Auf diese Art und Weise könne preisgünstige Tiernahrung angeboten werden. "Nach so einem Skandal werden meistens weniger Eier verbraucht." Dabei könnten die Landwirte genau das derzeit nicht gebrauchen. "Nicht bei den Preisen", schimpft Kliem.

01.01.2011 Kategorie: Huhn & Ei

Kein Dioxin in Eiern vom Margarethenhof

Zur aktuellen Diskussion um Dioxin-belastete Eier:

Unsere Legehennen erhalten ausschließlich Futter aus eigener Herstellung. Der höchstmögliche Getreideanteil (aus eigenem Anbau) wird ergänzt durch eine Mischung aus GVO-freiem Sojaschrot und Mineralstoffen. Die verwendeten Fette sind ausschließlich pflanzlicher Herkunft.

Im Rahmen unserer KAT-Zertifizierung werden regelmäßig Futterproben unseres selbst hergestellten Futters gezogen und auf Schadstoffe untersucht. Eier vom Margarethenhof können Sie bedenkenlos geniessen, ob als leckeres Frühstücksei oder verarbeitet in Kuchen oder Eierspeisen.

07.11.2010 Kategorie: Huhn & Ei

Hühnerstall voll besetzt


Seit dem 12. Oktober 2010 ist nun auch der neue Legehennenstall voll besetzt. Die Junghennen sind 17,5 Wochen alt und werden in ca. 2,5 - 3 Wochen mit dem Eierlegen beginnen.